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Donnerstag, den
09.09.2010

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Wanderkarte Neef und Umgebung

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Bremmer Abtei Kloster Stuben

bremm2.jpg (33669 Byte)

In der Mitte die Lage Bremmer Abtei Kloster Stuben, links der Calmont, rechts der Frauenberg

Ort: Bremm (auf der Neefer Moselseite ca. 1,5 km entfernt) Lage: Leichte Hanglage gegenüber dem Calmont, direkt am Moselufer Boden: teils sandig

Die Lage "Bremmer Abei Kloster Stuben" umfasst die Güter des ehemaligen Augustinerklostes(1137 bis 1788), welches hier direkt gegenüber dem Calmont am Moselufer stand. Inmitten der schönsten und bekanntesten Moselschleife gedeihen hier in einer flachen Hanglage vor allem frühreifende Sorten. Die Güte der Lage kann man aber daran messen, das in den besseren Partien sogar Riesling prächtig gedeiht, und das in fast flachem Gelände. Teils wird es wohl die vom natürlichen Amphietheater des steilsten Weinbergs Europas, des Calmonts (heißer Stein) reflektierte Sonnenhitze sein, aber auch die fruchtbaren Flußauen und die im ganzen Jahr hervorragende Wasserversorgung tragen ihren Teil dazu bei. Direkt unter den Weinbergen kann man sich (vielleicht nach getaner Arbeit im Weinberg) an einem schönen Naturstrand in den ruhigen Moselfluten abkühlen, gerade am Wochenende wird dieses kostenlose Angebot der Natur gerne genutzt.

Früher konnte man die Lage nur über den steilen Weg über den Petersberg erreichen. Dies war aber den Ochsen beim Transport der Trauben nicht zuzumuten, und so mussten die Trauben mit dem Nachen (kleines, flaches Boot) nach Neef oder die anderen Orte transportiert werden.

panoramaStuben.jpg (122671 Byte)

Der Naturstrand an der Klosterruine Stuben lädt im Sommer auch den Winzer nach getaner Arbeit zu einem erfrischenden Bad in der klaren Mosel ein.

Name:

Der Name der Lage ergibt sich aus der Abtei der Augustinerinnen, von der heute nur noch die Ruine zu sehen ist..

Um 1560 taucht hier im Kloster Stuben auch das erste Mal der Name Amlinger auf - einer davon war hier in der klostereigenen Weindomäne angestellt. Ab dem 16. Jh. lässt sich dann der Name Amlinger hier in der Gegend zurückverfolgen.

Ab 1780 lockerten sich jedoch mehr und mehr die strengen Sitten des Klosters, und das trotz Eingreifen des Abtes zu Springiersbach. Die folgende Geschichte diene dem Leser als abschreckendes Beispiel

Im Kloster der Augustinerinnen zu Stuben feierte man wie jedes Jahr in der großen Kirche das Weihnachtsfest. Doch in diesem Jahr verlief alles anders - mitten in der Christmette gebar eine der eigentlich jungfräulichen Nonnen einen gesunden Knaben.

Die Freude war natürlich groß, das sich wie bei Jesu seinerzeit wieder in der Weihnachtsnacht ein Wunder von diesen Ausmaßen (die jungfräuliche Empfängnis) ereignet hatte, und so wurde der Knabe im Kloster aufgenommen und von allen fürsorglichst umsorgt.

So wuchs der Knabe inmitten der Klostermauern auf, sogar ein hoher Herr wollte ihn dann später aufnehmen und ihm eine gute Bildung zuteil lassen. Allerdings kam etwas dazwischen - ein weiteres Wunder in Gestalt eines Mädchens. Die fromme Nonne war wieder Mutter geworden, dieses Mal allerdings von einem Mädchen, und mit dem Termin (Sommer) hat es auch nicht hingehauen.

Damit war das Wunder als ein reines Werk der Natur entlarvt, und die Nonne musste sich mit Ihren Kindern (und vielleicht auch dem Vater) ein neues Dach über dem Kopf suchen.

Schließlich kam man soweit, das sich Klöster als Orte der Einkehr und Entsagens und die Erzeugung des Weins nicht vertragen. Wie in einigen anderen Fällen musste 1789 Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier das Kloster wegen "sittlicher Verfehlungen" in ein freies, weltliches Damenstift umwandeln. Somit waren die Damen nicht mehr zur Residenz im Kloster verpflichtet. 1794 war es auch damit vorbei, nach dem Einmarsch der Franzosen mußte das Kloster endgültig geräumt werden. Eine Zeit lang wurde es noch als Domäne genutzt, schließlich aber auf Abbruch verkauft. Heute steht nur noch die Ruine - wie ein gestrandetes Schiff inmitten des Meeres der Weinstöcke - imposant am alten Platz gegenüber dem Calmont.

Weine aus der Bremmer Abtei Kloster Stuben:

16_s.jpg 16    2008er Bremmer Abtei Kloster Stuben Müller-Thurgau mild
Weicher, traubenbetonter Zecherwein für gemütliche Stunden.
3,30 Euro
0,75l
(4,40 Euro / Liter; Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Menge:

 
64_s.jpg 64    2007er Frühburgunder Rotwein trocken AAA
Frühburgunder. Der fast vergessene "kleine" (oder große?) Bruders des Spätburgunders. Das Resultat: Ungemein kraftvolle, dunkel und fantastisch reif wirkende Frucht, z.B. nach Brombeere, dunkelroter Erdbeere und Frühburgunder-typischer Pflaume; Ungemein weiche und vollle, feinkörnige, den Gaumen ganz umhüllende Tannine, mit dezenten, absoulut harmonischen Röstaromen( im neuen Barrique gereift und so gut wie nicht filtriert). In Sichtweite des Klosters (Bremmer Abtei Kloster Stuben) gewachsen. Die Spitze des Burgunders. Auszeichnet: Landesprämierung Gold
15,- Euro
0,75l
(20,00 Euro / Liter; Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Menge:

 

DCP_0476.JPG (550020 Byte)

Arbeit in schöner Kulisse - Klosterruine und im Hintergrund der Calmont

2001er Amlinger`s Dornfelder Rotwein halbtrocken

Unsere Dornfelder, zum Teil auch hier gewachsen.

Neu: so wurde ein Weinberg in der Bremmer Abtei Kloster Stuben gesetzt.



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© 1997-2010 Christian Amlinger. Letzte Änderung dieser Seite: 12.3.2004