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09.09.2010 9 Besucher online. |
Lage&KlimaZu den Charakteristika der Lage und des Klimas besonders im Bezug auf den Weinbau hier an der Mosel
Unser Heimatort Neef an der Mosel (Lage des Weinguts im Ort: siehe Anfahrt) Das Weinanbaugebiet Mosel-Saar-RuwerLage Wir leben an der Untermosel bzw. Terrassenmosel, 9km unterhalb von Zell. Per Luftlinie liegt Neef zentral ungefähr in der Mitte zwischen Zell und Cochem und auch ungefähr in der Mitte zwischen Trier und Koblenz. Neef befindet sich an der Südseite (Hunsrückseite) der Mosel. (Karte)Im Südwesten Deutschlands erstreckt sich im Bundesland Rheinland-Pfalz von der deutschen Grenze zu Luxemburg bis zu der Mündung der Mosel in den Rhein in Koblenz das Anbaugebiet Mosel-Saar-Ruwer. Die Mosel entspringt in Bussang in den Vogesen und schlängelt sich dann auf 550km Richtung Rhein. Auf den letzten 246km entlang der Mosel und den Nebenflüssen (Saar und Ruwer sind die Wichtigsten) wird hier auf 10.900 ha (2001) Wein angebaut. Das tief in den harten Felsen eingeschnittene Tal der Mosel teilt die Eifel (Norden) und den Hunsrück (im Süden). Immer wieder wechselt der verspielte Fluss zwischen Trier und Koblenz die Richtungen, die Zahlreichen Windungen ergeben viele sehr gute Süd- und Südwesthände. Tief hat sich der Fluss in Jahrmillionen in die Berge gegraben und so die einmaligen Schieferhänge freigelegt. An den steilen Prallhängen bieten sich so hervorragende Vorraussetzungen für den Riesling. Und in den flacheren Lagen am Gleithang nahe dem Fluss finden auch früher reifende Rebsorten seht gute Bedingungen - jede Sorte wächst bei uns dort, wo es ihr am Besten gefällt. An der engsten Moselschleife rund um das Kloster Stuben und am Calmont findet man die besten Beispiele für beide Arten.
Links die steilen Schieferhänge des Calmont, voraus die fruchtbaren Gleithänge rund um das Kloster Stuben Auch schon vor der deutschen Grenze wächst in Luxemburg und in Frankreich neben der Mosel der Wein, hier des öfteren Weine aus der Burgunder-Familie (Weißburgunder) und der jahrtausendealte Elbling. Klima (Makroklima) im engen MoseltalDas Klima differiert je nach Anbaugebiet (Makroklima) und auch nach der einzelnen Lage und dem Boden (Mikroklima). Deutsche Weine wachsen in der gemäßigten Klimazone beiderseits des 50. Breitengrades. Damit ist Deutschland eines der nördlichsten Weinanbaugebiete der Welt. Daher ist das Klima in unseren Breitengraden relativ kühl, aber ohne starke Schwankungen, da die ausgleichenden Einflüsse des Atlantiks durch die westliche Lage schon stärker zur Geltung kommen. Die klimatischen Bedingungen sind für die hier beheimateten Rebsorten jedoch optimal. Sorten wie Riesling und Spätburgunder stammen erstens aus diesem Klima, und zweitens werden die Weine auch in keinem anderen Klima so vielschichtig und komplex. Sonne allein ist nicht alles! Optimale Bedingungen an der MoselDie tiefe Lage, das in der Nacht wärmende Moselwasser und der Südwestwind (Hauptwindrichtung), der durch das Moseltal weht, machen das Moseltal zu einer klimatisch außerordentlich begünstigten Region. Die Temperaturen sind erstens höher und zweitens ausgeglichener als nur wenige Kilometer nördlich und südlich. Zeugnisse davon sind auch die vielen, exotisch anmutenden Tiere und Pflanzen, die in dem schon fast mediterranen Klima bestens gedeihen. Viele Winter sind komplett schneefrei, schlecht für die Kinder, die oft neidisch auf die Klassenkameraden aus den schneereichen Hunsrück- und Eifelhöhen sind. Aber gut für die teilweise frostempfindlichen Weinreben. Nicht nur die Sonne zähltIm Vergleich zu südlicheren Anbaugebieten ist die Sonnenscheindauer in unseren Breitengraden geringer, die frostfreien Perioden sind kürzer und die Durchschnittstemperaturen niedriger. Dafür sind die Niederschläge in Deutschland Zeit und Mengenmäßig meist ausgewogener. Zudem sind Trockenschäden durch verdorrtes Weinlaub oder Wassermangel in unserer Klimazone seltener. Anforderungen der Rebe an das Klima:
Einmal wieder zeigte sich im Jahrgang 2002, dass nicht Höchsttemperaturen allein zählen. Obwohl nur wenige Tage richtig heiß waren, wurden gerade durch die Wechsel zwischen sehr kühlen Nächten und warmen Tagen in den Trauben viele Aromastoffe gebildet. Die optimale Temperatur liegt dabei im Bereich von 20 bis 28°C, darüber wird es für die Rebe zu stressig und es gehen zu viele Aromastoffe verloren. Mikroklima in den Weinbergen (Lagenklima / Kleinklima)Schon kleine Einflüsse wie Nähe des Flusses oder Waldes, ein anderer Boden, eine nahe Weinbergsmauer, eine "Kuhle" im Hang etc. können zu schmeckbaren Unterschieden bei den Weinen führen - so kann das Mikroklima sogar von Rebstock zu Rebstock schwanken. Bei keiner anderen Rebsorte wird dies so deutlich wie beim Riesling. Von diesen lokalen Einflüssen leitet sich auch der französische Terroir-Begriff ab. Schiefer-Steillagen: Der heißeste Ort DeutschlandsUm eine optimale Wärme und Lichtausbeute zu erhalten sind die Weinberge in Deutschland oft entlang von Flussläufen und/oder an windgeschützten Berghängen angelegt worden. Aber nirgendwo wird dies so deutlich wie an der Mosel. Folgende Faktoren machen das Mikroklima hier an der Mosel so einzigartig:
Ein Beweis der herausragenden Bedingungen ist sicher auch der Hitzerekord: 1998 wurde es im Brauneberger Juffer (ein Weinberg ähnlich dem Frauenberg) 41,2°C heiß. Dies ist die höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Begin der Wetteraufzeichnungen. Und auch nur hier in den Steillagen lebende, seltene Tier- und Pflanzenarten, die sonst nur viel weiter südlich heimisch sind, sprechen für das Klima. Im Sommer lernt man als Winzer in den Schiefer-Terrassenlagen sie südländische Siesta zu schätzen: für Arbeit in den Steillagen ist es mittags viel zu heiß ;-) Böden |
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| Anbaugebiet | Größe |
| 1. Rheinhessen | 26.436 ha |
| 2. Pfalz | 23.764 ha |
| 3. Baden | 15.852 ha |
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4. Mosel-Saar-Ruwer |
12.215 ha |
| 5. Württemberg | 11.224 ha |
| 6. Franken | 6.080 ha |
| 7. Nahe | 4.590 ha |
| 8. Rheingau | 3.249 ha |
| 9. Mittelrhein | 620 ha |
| 10. Ahr | 510 ha |
| 11. Hessische Berstraße | 455 ha |
| 12. Saale-Unstrut | 506 ha |
| 13. Sachsen | 373 ha |
| (zum Vergleich: Weinort Neef) | (130 ha) |
Deutsche Weinanbaugebiete 2000
Auf 12750 Hektar werden folgende Sorten angebaut:
| Rebsorte | Anteil |
| 1. Riesling | 55% |
| 2. Müller-Thurgau (Rivaner) | 23% |
| 3. Elbling | 9% |
| 4. Kerner | 6% |
| Sonstige | 7% |
Die wichtigsten Rebsorten an der Mosel 2000
Die Mosel ist damit das größte zusammenhängende Riesling - Anbaugebiet der Welt. Das große Anbaugebiet besteht aus fünf Bereichen mit 20 Großlagen und 507 Einzellagen.
Der Bereich Zell (Untermosel) ist in die fünf Großlagen Weinhex, Goldbäumchen, Rosenhang, Grafschaft und die berühmte “Schwarze Katz” (mit dem Tier auf dem Etikett) gegliedert. Der Bereich Bernkastel (früher Mittelmosel) besteht aus den Großlagen Vom heißen Stein, Schwarzlay, Nacktarsch (mit dem Kröver Nacktarsch), Münzlay, Badstube, Kurfürstlay, Michelsberg (mit der Einzellage Goldtröpfchen beim Ort Piesport), St. Michael und Probstberg. Der Bereich Saar-Ruwer umfasst die Großlagen Römerlay und Scharzberg. Der Bereich Obermosel besteht aus den beiden Großlagen Königsberg und Gipfel. Der Bereich Moseltor hat nur die einzige Großlage Schloss Bübinger.
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Weingut Amlinger&Sohn - Moseluferstraße 17 und 11 - 56858 Neef/Mosel - Deutschland
Tel. +49(0)6542-2962 - Fax +49(0)6542-21976 - Email weingut@amlinger.de
© 1997-2010 Christian Amlinger.
Letzte Änderung dieser Seite: 23.6.2004